18.04.2015

THW Jugend-Pankow im Train Simulator

Was viele vielleicht gemütlich zu Hause am PC spielen, ist für unsere Jugendgruppe Realität geworden. Dank unseres Jugendbetreuers Philip Lars Orgs und des Junghelfers Lennart Glandien, ging es an diesem Samstag auf das Gelände des S-Bahn Werks Berlin Schöneweide. Dort ging es in den Simulator. Simuliert wird eine Fahrt der Linie S3 auf dem S-Bahnring Richtung Potsdam. Respektvoll durfte jeder auf dem Fahrersitz platznehmen, um den 240 Tonnen schweren Zug durch Berlin zu steuern. Die vielen Knöpfe, Schalter und Hebel verunsichern erst einmal genauso, wie die Vielzahl von Signalen die auf der Strecke „herumstehen“. Es erfolgte eine Kurzeinweisung der „kleinen Lokführer“ bevor sie den Fahrhebel langsam nach vorne betätigen. Natürlich nicht bevor das typische Signal zum Schließen der Türen erfolgt ist. Eine Hand am Fahrhebel und eine Hand an der Sicherheits-Fahrschaltung (Sifa), geht es aus dem Bahnhof auf die Strecke. Signale rauschen vorbei. Alles muss im Blick sein. Bin ich zu schnell, wann muss ich bremsen um rechtzeitig am Endes des Bahnsteiges zu halten. Jeder merkt schnell, wie schwierig es ist, alles auf einmal zu erfassen und richtig zu reagieren. Und das nicht genug, werden durch den Computer noch Situationen eingespielt. Plötzlich ein rotes Signal, ein Hund auf den Gleisen, ein offener Bahnübergang oder gar ein Defekt am S-Bahnzug. Auch Reaktionen der Fahrgäste können eingespielt werden. So zum Beispiel das Öffnen von Türen während der Fahrt oder das Betätigen der Notbremse. Selbst das Wetter lässt sich hier im Simulator beeinflussen. Da kann beim herausfahren aus dem Bahnhof ein herrlicher Sommertag sein und beim einfahren in den nächsten Bahnhof ist Regen- oder Schneefall. Sichtlich angespannt aber glücklich, wurden dann die Plätze getauscht, damit jeder mal die S-Bahn durch Berlin fahren durfte. Ein gemeinsames Gruppenbild beendet den Ausflug im S-Bahn Werk Schöneweide.

Unser Dank geht besonders an die Verantwortlichen, die den Jugendlichen dieses besondere Erlebnis möglich machten. Es war ein sehr erlebnisreicher und interessanter Ausflug, da alle nur die Perspektive als Fahrgast kannten und somit auch mal den Einblick erhielten, ganz vorne zu sitzen und zu sehen, was ihr Jugendbetreuer für einen Beruf hat.

Auf der Heimfahrt in der S-Bahn, natürlich wieder „nur“ als Fahrgast, konnten alle noch einmal das Erlebte Revue passieren lassen. Und der Eine oder Andere stellte sich vor, dass er jetzt selbst den S-Bahnzug lenkt. Eine spätere Berufswahl als Lokführer sicherlich nicht ausgeschlossen. Anschließend ging es noch Essen und glücklich wieder im Ortsverband angekommen, wurde noch gemütlich und mit viel Wasser aus dem Gartenschlauch der Tag beendet. Alle nass bis auf die Haut wurden die Jugendlichen dann abends von den Eltern nach Hause abgeholt.


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